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Lernfähigkeit : Unser verborgener Reichtum (auch bekannt als "Delors-Bericht")
UNESCO-Bericht zur Bildung für das 21. Jahrhundert, 1996, 239 Seiten.
Sprachstandardisierung • Standardisation des langues • Standardizzazione delle lingue • Standardization of Languages
12. Kolloquium der SAGW 1991, Lüdi Georges (Hrsg.), Editions Universitaires, Fribourg, 1994
Welterbe-Manual
Das neue erweiterte Handbuch gibt Antworten auf Fragen zur Antragstellung auf Aufnahme in die Welterbeliste, zu den damit einhergehenden Pflichten, zur Umsetzung der Welterbekonvention in Deutschland, Österreich, der Schweiz und Luxemburg sowie zum Monitoring-Verfahren.
Darüber hinaus stellt die Publikation die Ansprechpartner aus dem Bereich Welterbe vor und liefert hilfreiche Adress- und Bibliografiehinweise. Das Handbuch enthält auch die deutsche Übersetzung der Richtlinien für die Durchführung des Übereinkommens zum Schutz des Kultur- und Naturerbes der Welt.
Bestellung an info(at)unesco(dot)ch mit Angabe Ihrer Postadresse.
Découvrez le patrimoine mondial sur la TSR
En 2010, la Télévision Suisse Romande consacre 30 semaines à la sauvegarde du patrimoine mondial, à la défense des peuples et au développement durable.
3 grandes séries sont diffusées dans l'émission "Le Court du jour se met au vert":
- Les plus beaux sites du patrimoine mondial
- Les Aventuriers de l'environnement
- Homo Mundi: A chacun sa terre
Diffusion: une épisode par jour, du lundi au vendredi, à 18h05 sur TSR1 (Rediffusion en fin de soirée sur TSR2).
Vous pouvez visionner les premiers épisodes sur http://www.courtdujour.ch, un site entièrement consacré à ces thèmes avec compléments d'informations, liens divers, concours, forums, etc.
UNESCO-Weltbildungsbericht 2010

- UNESCO-Weltbildungsbericht 2010
Bildung weltweit durch Finanzkrise gefährdet
Die Auswirkungen der weltweiten Finanzkrise drohen Millionen Kindern in den ärmsten Ländern der Welt den Zugang zu Bildung zu verwehren. Das ist das Fazit des diesjährigen UNESCO-Weltbildungsberichts "Ausgeschlossene einbinden", der am 19. Januar 2010 am Hauptsitz der Vereinten Nationen in New York vorgestellt wird. 72 Millionen Kinder besuchen demnach weltweit noch immer keine Schule. Sinkendes Wirtschaftswachstum, steigende Armut und erhebliche Sparzwänge gefährden die Fortschritte der letzten zehn Jahre. Der Bericht schätzt, dass jährlich 16 Milliarden US-Dollar fehlen, um das Ziel Bildung für alle im Jahr 2015 zu erreichen.
"Während Industrieländer ihre wirtschaftliche Erholung voranbringen, drohen vielen Entwicklungsländern Rückschritte in der Entwicklung ihrer Bildungssysteme. Wir können es uns nicht leisten, eine "verlorene Generation" von Kindern ohne Zugang zur Bildung zu schaffen, denen die Chance genommen wird, der Armut zu entkommen," so UNESCO-Generaldirektorin Irina Bokova.
Der im Auftrag der UNESCO von einem unabhängigen Team verfasste Bildungsbericht (Education for all – Global Monitoring Report) gibt jährlich einen Zwischenstand nach dem Weltbildungsforum in Dakar 2000, auf dem sich 164 Länder verpflichtet haben, sechs Bildungsziele bis zum Jahr 2015 zu erreichen: Ausbau der frühkindlichen Förderung und Erziehung, Grundschulbildung für alle Kinder weltweit, Absicherung der Lernbedürfnisse von Jugendlichen und Erwachsenen, Halbierung der Analphabetenrate unter Erwachsenen, Gleichberechtigung der Geschlechter und Verbesserung der Bildungsqualität.
Hinter den Zielen zurückgeblieben
Der aktuelle Weltbildungsbericht zeigt einige wichtige Erfolge der letzten zehn Jahre auf. Diese widerlegen das Vorurteil, dass Entwicklungsländer unfähig seien, schnelle Fortschritte in der Bildung zu machen. Doch insgesamt erfolgen die Fortschritte zu langsam, um das Ziel der Grundschulbildung für alle Kinder bis zum Jahr 2015 erreichen zu können. Der Bericht kritisiert das Scheitern der Regierungen daran, extreme Ungleichheiten im Bildungssystem zu bekämpfen, und das Ausbleiben der notwendigen Mittel seitens der Geber.
Etwa 72 Millionen Kinder im Grundschulalter und 71 Millionen Jugendliche besuchen weltweit keine Schule. Setzen sich die derzeitigen Trends fort, werden auch im Jahr 2015 noch 56 Millionen Kinder im Grundschulalter keine Schulbildung erhalten. Der Bericht hebt hervor, dass Armut einer der schwerwiegendsten Gründe für Benachteiligung in der Bildung ist. Weltweit leben 1,4 Milliarden Menschen mit weniger als 1,25 US-Dollar pro Tag. Kosten für die Schulbildung konkurrieren häufig mit Ausgaben für grundlegende Bedürfnisse wie Gesundheits- und Nahrungsversorgung. Weiterhin unterstreicht der Bericht, dass Geschlechterdisparitäten noch tief im Bildungssystem verankert bleiben – in Afghanistan gehen beispielsweise pro 100 Jungen nur 63 Mädchen zur Schule. Auch die Anzahl der erwachsenen Analphabeten hat sich kaum verringert, momentan sind es 759 Millionen, davon zwei Drittel Frauen.
Scheitern der Gebergemeinschaft
Eine zentrale Schlussfolgerung des Weltbildungsberichts 2010 ist, dass die Gebergemeinschaft bisher gescheitert ist, das im Jahr 2000 eingegangene Versprechen zu erfüllen. Danach soll kein Land, das sich dem Ziel "Bildung für alle" verpflichtet hat, aufgrund fehlender Finanzmittel scheitern. Der Bericht schätzt, dass einkommensschwache Länder zusätzliche 7 Milliarden US-Dollar pro Jahr, oder 0,7% ihres Bruttoinlandsprodukts, für die Bildung aufbringen können. Aber selbst dann bleibt eine Finanzierungslücke von 16 Milliarden US-Dollar jährlich für 46 einkommensschwache Länder, um das Ziel "Bildung für alle" zu erreichen. Der Bericht fordert den UN-Generalsekretär auf, eine hochrangige Geberkonferenz im Jahr 2010 einzuberufen, um diese Lücke zu schliessen.
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Zusammenfassung
Full report
Minarettverbots-Initiative
Die Schweizerische UNESCO-Kommission nimmt das Ergebnis der Abstimmung, bei der ein Verbot des Baus von Minaretten in der Schweiz beschlossen wurde, zur Kenntnis und:
- weist darauf hin, dass sich die UNESCO seit ihrer Gründung unermüdlich für die Völkerverständigung einsetzt. Schon die Präambel zu ihrer Verfassung von 1945 erklärte, dass "das mangelnde gegenseitige Verstehen der Völker im Laufe der Geschichte stets Argwohn und Misstrauen zwischen den Nationen hervorgerufen hat, so dass ihre Meinungsverschiedenheiten allzu oft zu Kriegen geführt haben".
- unterstreicht, dass unser Land in der UNESCO sehr präsent ist. Die Behörden setzen sich auf nationaler und internationaler Ebene aktiv für die Umsetzung der Ziele ein, die sich die UNESCO gesetzt hat. Insbesondere setzen sie sich für die kulturelle Vielfalt und den Dialog zwischen den Kulturen ein und fördern so den Frieden.
- bekräftigt, dass die Schweizerische UNESCO-Kommission grossen Wert darauf legt, den Dialog und den Respekt zwischen den verschiedenen Gemeinschaften in der Schweiz zu fördern, insbesondere bei der jungen Generation. Dafür setzt sie sich im Rahmen der verschiedenen Aktivitäten, die sie durchführt und auch weiterhin durchführen wird, unermüdlich und entschlossen ein, insbesondere im Jahr 2010, das von den Vereinten Nationen zum Internationalen Jahr für die Annäherung der Kulturen erklärt worden ist.
Zur Abstimmung vom 29. November 2009 äussert sich die Schweizerische UNESCO-Kommission wie folgt:
- Die Probleme, die durch die Volksabstimmung angesprochen werden, sind weniger realer als symbolischer Natur. Der Islam wird in unserem Land genau wie in unseren Nachbarländern von Individuen gelebt und muss zu einer Annäherung der Kulturen führen.
- Kein Glaube, keine Ideologie und kein politisches Projekt, was immer sie bezwecken, ist vor fundamentalistischen Tendenzen gefeit. Die populistische Stigmatisierung einer ganzen Gruppe, bei der solche bedauerlichen Tendenzen gleichgesetzt werden mit einer viel positiveren Realität, kann in jeder Gesellschaft zu Konflikten führen. Es ist wichtig, dass wir eine solche Stigmatisierung nicht fördern.
- Das Bild und die Wahrnehmung des Islam sind seit einem Jahrzehnt allzu sehr durch aktuelle internationale Ereignisse geprägt. Dieses Bild unterschätzt oder negiert die Anstrengungen der überwältigenden Mehrheit der Muslime, sich anzupassen und sich in unsere Gesellschaft zu integrieren. Die Schweiz, deren Geschichte als Einwanderungsland durch Toleranz und Austausch geprägt ist, wird ihnen auch weiterhin im Geiste des Verständnisses und des Dialogs Aufnahme bieten.
Aufruf für BNE-Projekte die die Aspekte der Biodiversität in den Mittelpunkt stellen!
Das Internationale Jahr der Biodiversität 2010 ist gleichzeitig auch das sechste Jahr der DBNE. Die UNESCO übernimmt für diese Dekade die Rolle der federführenden internationalen Organisation.
Ziel der Dekade ist es, die Prinzipien, Werte und Ansätze der Bildung für Nachhaltige Entwicklung in allen Formen der Bildung und Lehre umzusetzen. Dies, um die sozialen, wirtschaftlichen und umweltbezogenen Herausforderungen des 21 Jahrhunderts besser anzugehen (siehe hier). Die Auswirkung der Dekade soll demzufolge über den institutionellen Rahmen der Schule im engeren Sinn hinausgehen, und alle Akteure und Felder des Lehrens und Lernens (Museen, botanische Gärten, Parks, Naturschutzgebiete, Städte, Quartiere, usw.) mit einbeziehen.
Biodiversität und BNE sind eng mit einander verbunden. Die Wichtigkeit der BNE zum Schutz der Biodiversität wurde an der Weltkonferenz Bildung für Nachhaltige Entwicklung letzten März in Bonn eingehend diskutiert (siehe hier).
Die BNE dient der Biodiversität und macht auf die Verbindungen zwischen Biodiversität und Existenzgrundlagen aufmerksam, z.B. Landwirtschaft, Viehzucht, Sylvikultur und Fischerei. Die BNE zeigt etwa auf, wie die Werthaltungen und Handlungsentscheide jeder einzelnen Person eine direkte Auswirkung auf die globale wie auch auf die lokale Biodiversität hat. Zudem bestehen Gemeinsamkeiten zwischen Fragen im Zusammenhang mit Biodiversität und kultureller Vielfalt, einem weiteren wichtigen Thema der Nachhaltigen Entwicklung.
Seit 2005 bemüht sich die Schweizerische UNESCO-Kommission, das Wissen über und die Implementierung der BNE zu fördern, u.a. durch die Anerkennung von Projekten. 2010 wird die Kommission einen besonderen Fokus auf BNE-Projekte setzen, welche die Aspekte der Biodiversität in den Mittelpunkt stellen. Diese Projekte sollen eine pädagogische Dimension haben und mit einem transversalen Ansatz die sozialen und wirtschaftlichen Aspekte integrieren.
Informationen zur Dekade in der Schweiz finden Sie auf www.dekade.ch.
Für weitere Fragen stehen Ihnen gerne zur Verfügung
Dr. Priska Sieber, 041 727 12 76, priska.sieber(at)phz(dot)ch
Christine Ziegler, 061 263 25 25, christineziegler(at)inter-act(dot)ch
Catherine Strehler Perrin, 024 425 18 88, c.strehler(at)grande-caricaie(dot)ch

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