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Fachkontakt


Madeleine Viviani
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Die Schweizerische UNESCO-Kommission


Die Schweiz trat 1948 der UNESCO bei, die Schweizerische UNESCO-Kommission wurde 1949 auf Beschluss des Bundesrates geschaffen.


Mission


Wie die UNESCO setzt sich die Schweizerische UNESCO-Kommission für Frieden und internationale Verständigung ein. Diese Aufgabe konkretisiert sie auf zwei Ebenen:

 

  • Einerseits berät sie die Bundesbehörden (Parlament, Bundesrat, Bundesverwaltung) für alle Beziehungen der Schweiz zur UNESCO sowie für ihr Engagement in den Bereichen Bildung, Wissenschaft, Kultur und Kommunikation.
  • Andererseits mobilisiert sie die Zivilgesellschaft (Individuen, Vereine, Gruppierungen, Institutionen, Privatwirtschaft, Massenmedien, Politiker, usw.) für die Förderung der Werte und die Verwirklichung der Ziele der UNESCO auf politischer und gesetzgebender Ebene.


Sie ist also eine Brückenbauerin zwischen der Zivilgesellschaft und den Bundesbehörden.


Aktivitäten


Die Schweizerische UNESCO-Kommission konzentriert ihre Ressourcen und Aktivitäten auf einige vernetzte Programmschwerpunkte, die sie selber leitet und durchführt. Bei deren Umsetzung bemüht sie sich, Synergien herzustellen und ihre Rolle als Brückenbauerin wahrzunehmen. Für die Legislatur 2008 - 2011 wurden die sechs folgenden Projekte ausgewählt:

 

  • Bildung für nachhaltige Entwicklung: Bekanntmachung und Förderung der Grundsätze und Werte der nachhaltigen Entwicklung sowie pädagogischer Praktiken mit Modellcharakter in allen Bildungsformen, insbesondere im nicht-formellen und informellen Bereich.
  • Frühkindliche Bildung in der Schweiz: Mit dem Projekt Frühkindliche Bildung in der Schweiz will die Kommission die wissenschaftlichen und politi­schen Grundlagen fördern, mit denen Struk­turen und Weiterbildungen für hochstehende Bildungsangebote für Kinder von 0 bis 4 Jahren geschaffen werden können, die die schulischen und sozialen Ungleich­heiten verringern und die Erfolgs­chancen der Kinder verbessern.
  • Kunst und Bildung: Schaffung eines Forums für den thematischen und politischen Austausch über Lehrpläne und Weiterbildungsangebote für Unterrichtende. Das Forum soll darauf hinwirken, dass der Anteil der künstlerischen Fächer erhöht und die aktive Integration verschiedener Formen des künstlerischen Ausdrucks in den Unterricht auf allen Ebenen und in allen Fächern gefördert werden können.
  • Qualität der Bildung: Ziel des Projekts ist es, einen Überblick über die verschiedenen Konzepte oder Definitionen von Bildungsqualität (UNESCO, OECD, usw.) zu gewinnen und alternative, stärker qualitativ ausgerichtete Evaluationssysteme zu identifizieren / fördern, die zur Beurteilung der Qualität von Bildungsangeboten mehrere Dimensionen erfassen. Damit soll den Lernenden der Erwerb von emanzipatorischen Fähigkeiten ermöglicht werden.
  • Immaterielles Erbe und kulturelle Vielfalt: Förderung von traditionellen und zeitgenössischen kulturellen Ausdrucksformen, weil kulturelle Vielfalt Ausdruck der Einzigartigkeit und Pluralität der Identitäten ist und Austausch, Innovation und Zusammenarbeit zwischen Gesellschaft und Individuum fördert.
  • Welterbe: Koordinierte Förderung der Kultur- und Naturstätten der Schweiz, die auf der Welterbeliste stehen, damit die Öffentlichkeit und insbesondere die Jungen sich des universellen Werts dieser Stätten und der Notwendigkeit ihres Schutzes bewusst werden, so dass sie künftigen Generationen erhalten bleiben.


Weitere Aktivitäten:

 

  • Organisation von nationalen und internationalen Veranstaltungen (Kolloquien, Seminare, usw.), die von jeder Projektgruppe oder jedem Komitee unabhängig ausgearbeitet und realisiert werden. Punktuelle Zusammenarbeit mit anderen Schweizer oder ausländischen Institutionen.
  • Prüfung von Programm- und Budgetvorschlägen und der mittelfristigen Strategie der UNESCO. Ausarbeitung von Kommentaren und Interventionsmassnahmen zuhanden der Schweizer Delegierten in den diversen Entscheidungs- und Konsultationsgremien der UNESCO.
  • Teilnahme an der UNESCO-Vollversammlung, an Sitzungen des Exekutivrates, an diversen zwischenstaatlichen Komitees und an internationalen Regionalversammlungen.
  • Zusammenarbeit mit anderen nationalen Kommissionen, namentlich deutschsprachiger.
  • Publikation von Veranstaltungsunterlagen, Studien, Aktivitätsberichten, usw.

Mitglieder und Budget


Die 30 Mitglieder der Schweizerischen UNESCO-Kommission werden vom Bundesrat ad personam ernannt. Sie denken und handeln interdisziplinär, interkulturell und international, um die Ziele der UNESCO zu fördern.


Seit 1998 führt Francesca Gemnetti den Vorsitz über die Schweizerische UNESCO-Kommission. Das Sekretariat wird vom EDA geführt und befindet sich in Bern. Generalsekretärin ist Madeleine Viviani. Das Jahresbudget der Kommission beträgt 500.000 CHF.


Schirmherrschaften


Die Schweizerische UNESCO-Kommission erteilt ihr Patronat an Projekte, die ihre Aktivitäten unterstützen und ergänzen.


Clubs für die UNESCO


In den Clubs für die UNESCO treffen sich Personen jeden Alters und verschiedenster Herkunft, die sich gemeinsam darum bemühen, die Ideale der UNESCO zu fördern. In diesem Sinne sind die drei Clubs (Freiburg, Genf, Tessin) wichtige Partner der Schweizerischen UNESCO-Kommission.