Chronik

PräsidentInnen

Name Amtsdauer
Jean-Bernard Münch 2012 -
Francesca Gemnetti 1997 - 2011
Doris Morf 1993 - 1996
Edgar Tripet 1985 - 1992
Ernest Thalmann 1981 - 1984
Felix Schnyder 1976 - 1980
Charles-Frédéric Ducommun 1971 - 1975
Georges-André Chevallaz 1969 - 1970
Ernst Börlin 1958 - 1968
Pierre Bourgois 1953 - 1957
Jean Piaget 1949 - 1952

GeneralsekretärInnen

Name Amtsdauer
In den ersten 10 Jahren besitzt die Kommission keinen vollamtlichen Generalsekretär, das Amt wird jeweils vom stellvertretenden Chef der Abteilung für internationale Organisationen des EDA ausgeübt.  
Nicolas Mathieu 2012 -
Madeleine Viviani 2003 - 2011
Paul Derungs 2003
Bernard Theurillat 1984 - 2002
Mario Müller 1976 - 1983
Jacques Rial 1970 - 1976
Charles Hummel 1967 - 1970
Jean-Baptiste de Weck 1960 - 1966

Meilensteine

1945

Die Schweiz ist an der Gründungskonferenz der Organisation für Erziehung und Kultur, die vom 1. - 16. November 1945 in London stattfindet, durch zwei Beobachter vertreten. Es handelt sich um den bekannten Schweizer Pädagogen Jean Piaget (den nachmaligen ersten Präsidenten der Schweizerischen UNESCO-Kommission und Direktor des IBE in Genf) sowie um Jean Weigle, Professor an der Universität Genf.

1946

Die Schweiz delegiert Jean de Salis, Professor an der Eidgenössischen Technischen Hochschule, im November 1946 als Beobachter an die erste Generalkonferenz der UNESCO nach Paris, wo er im Namen des Bundesrates ein Aufnahmegesuch der Schweiz in die UNESCO präsentiert.

1947

Der Wirtschafts- und Sozialrat der UNO, der das Gesuch im März 1947 behandelt, erhebt keinen Vorbehalt gegen die Aufnahme der Schweiz. Der Exekutivrat der UNESCO beschliesst an seiner Sitzung im April 1947, der Generalkonferenz der UNESCO den Beitritt der Schweiz zu empfehlen. An ihrer zweiten Session in Mexiko nimmt die Generalkonferenz am 7. November 1947 den Vorschlag des Exekutivrates einstimmig an.


Der Bundesrat setzt ein Studienkomitee und eine beratende Kommission ein, welche sich mit der Bildung einer künftigen Schweizerischen UNESCO-Kommission befassen sollen.

1948

In seiner Botschaft vom 20. August 1948 lädt der Bundesrat die Vereinigte Bundesversammlung ein, den Bundesrat zu bevollmächtigen, die Konvention zur Schaffung der UNESCO vom 16. November 1945 zu unterzeichnen und den Bundesbeschluss für den Beitritt der Schweiz in die UNESCO anzunehmen.

1949

Am 28. Januar 1949 tritt die Schweiz der UNESCO bei und am 6. Mai 1949 bildet der Bundesrat die Schweizerische UNESCO-Kommission. Zum ersten Präsidenten ernennt er Jean Piaget (1949 - 1952).


In den ersten 10 Jahren besitzt die Schweizerische UNESCO-Kommission keinen vollamtlichen Generalsekretär. Dieses Amt wird jeweils vom stellvertretenden Chef der Abteilung für internationale Organisationen des EDA ausgeübt. Es handelt sich um folgende Personen: Maurice Bastian (1949 - 1953), Fernand Bernoulli (1953 - 1954), Max König (1954 - 1956) und Sven Stiner (1956 - 1959).

1950

Bereits kurz nach dem Beitritt zur UNESCO wird die Schweiz erstmals in den Exekutivrat gewählt. Ihr Vertreter ist Jean Piaget (1950 - 1954).

1959

Nationalrat Ernst Börlin, Erziehungsdirektor des Kantons Baselland und Präsident der Schweizerischen UNESCO-Kommission (1958 - 1968), veranlasst auf Beschluss des Exekutivbüros der Schweizerischen UNESCO-Kommission vom 20. Juni 1959, dass Max Petitpierre, Chef des EDA, am 18. September 1959 einen Antrag zur Schaffung des Amtes eines ständigen Generalsekretärs der Schweizerischen UNESCO-Kommission an den Bundesrat stellt. Der Antrag wird positiv aufgenommen und so tritt

1960

der erste vollamtliche, vom Bundesrat gewählte Generalsekretär der Schweizerischen UNESCO-Kommission seinen Posten an. Es handelt sich um den Freiburger Jean-Baptiste de Weck (1960 - 1966).

1964

Bernard Barbey, Mitglied der Schweizer Botschaft in Paris, repräsentiert die Schweiz im Exekutivrat der UNESCO (1964 - 1970).

1970

Von 1970 - 1972 gehört die bekannte Genfer Philosophin Jeanne Hersch dem Exekutivrat der UNESCO an. Sie ist gleichzeitig Mitglied der Schweizerischen UNESCO-Kommission.

1976

Von 1976 - 1980 ist die Schweiz im Exekutivrat der UNESCO durch Charles Hummel, ständiger Vertreter der Schweiz bei der UNESCO, vertreten.

1987

An der Generalkonferenz von 1987 hält die Schweiz wieder Einzug in den Exekutivrat der UNESCO. Alt Ständerat Franz Muheim hat dieses Amt von 1987 bis 1991 inne.

1993

Nach der Demission von Edgar Tripet wählt der Bundesrat für die Amtsperiode 1993-1996 die ehemalige Nationalrätin Doris Morf zur Kommissionspräsidentin. Die frühere Schweizer Vertreterin im Europarat ist die erste Frau, die der Schweizerischen UNESCO-Kommission vorsteht.


Anlässlich der 27. Generalkonferenz der UNESCO in Paris wird die Schweiz am 8. November 1993 erneut in den Exekutivrat gewählt (1994 - 1997). Frau Morf übernimmt die Leitung der Schweizer Delegation.

1997

Im November 1997 wird Francesca Gemnetti zur Präsidentin der Schweizerischen UNESCO-Kommission ernannt. Diese Ernennung gestattet es der italienischen Sprachminderheit, erstmals seit der Schaffung der Schweizerischen UNESCO-Kommission im Jahre 1949 den Vorsitz zu übernehmen.

2003

Mit Madeleine Viviani erhält die Schweizerische UNESCO-Kommission ihre erste Generalsekretärin. Von 2003 - 2007 ist die Schweiz im Exekutivrat der UNESCO durch Botschafter Ernst Iten, ständiger Vertreter der Schweiz bei der UNESCO, vertreten.