Förderprogramm für Nachwuchs-Grundlagenforscherinnen in der Schweiz

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Seit 1998 unterstützen die UNESCO und L'Oréal gemeinsam die Arbeit herausragender Forscherinnen im Rahmen des internationalen Programms „For Women In Science“. Jährlich werden fünf L’Oréal-UNESCO-Preise an international führende Forscherinnen und 15 UNESCO-L’Oréal-Stipendien an hochbegabte Nachwuchsforscherinnen verliehen. Damit fördern L’Oréal und UNESCO die Exzellenz in der Forschung, internationale Mobilität und innovative Ansätze, denn Ziel des Programmes ist es, weltweit die Stellung der Frauen in der Wissenschaft zu verbessern.
Um ihre gemeinsame Überzeugung zum Ausdruck zu bringen, dass Frauen in der Forschung entscheidend zum wissenschaftlichen, wirtschaftlichen, sozialen und kulturellen Fortschritt beitragen, ergänzen L'Oréal Schweiz, die Schweizerische UNESCO-Kommission und die Akademien der Wissenschaften Schweiz dieses internationale Programm seit 2008 mit einem Programm zur Förderung von Nachwuchsforscherinnen auf nationaler Ebene.
Lancierung der 3. Auflage des Stipendienprogramms „For Women in Science“
Am 1. Dezember lanciert L’Oréal Schweiz in Zusammenarbeit mit der Schweizerischen UNESCO-Kommission und den Akademien der Wissenschaften Schweiz die dritte Auflage des Förderprogramms für Nachwuchsforscherinnen „For Women in Science“. Einsendeschluss für die Bewerbungsunterlagen ist der 1. März 2013.
Mit der Vergabe eines teilbaren Stipendiums in Höhe von insgesamt Fr. 160'000 bezweckt das Programm „For Women in Science“, Frauen zu einer Karriere in der wissenschaftlichen Forschung zu ermutigen und die Exzellenz zu fördern. So werden alle zwei Jahre eine bis zwei Postdoktorandinnen für die Dauer von 12 bis 24 Monaten finanziell unterstützt.
Die Ausschreibung richtet sich an herausragende Nachwuchsforscherinnen, die auf dem Gebiet der Medizin, der Biologie, der Chemie oder der biomedizinischen Ingenieurwissenschaften tätig sind, und deren wissenschaftliche Karriere aus materiellen Gründen gefährdet ist. Das Programm unterstützt Postdoktorandinnen aller Nationalitäten, die ihr wissenschaftliches Projekt in einer Schweizer Forschungseinrichtung durchführen.
Die Beurteilung und Auswahl wird von einer unabhängigen wissenschaftlichen Expertenjury unter dem Vorsitz des Präsidenten der Akademien der Wissenschaften Schweiz vorgenommen.
Postdoktorandinnen sind eingeladen, ihre Bewerbung ab dem 1. Dezember 2012 einzureichen:
- Bewerbungsbogen und Statuten unter www.akademien-schweiz.ch/LOreal
- Bewerbung per E-Mail bis 1. März 2013 bei den Akademien der Wissenschaften Schweiz
Für die internationale Kooperation: www.forwomeninscience.com
Ausschreibung 2011
Zwei begabte Forscherinnen erhalten ein Stipendium "For Women in Science"
Zum zweiten Mal erhalten zwei Forscherinnen ein Stipendium von L'Oréal Schweiz "For Women in Science" zur Unterstützung Ihres Forschungsprojekts. Mit dem 2008 in Zusammenarbeit mit der Schweizerischen UNESCO-Kommission und den Akademien der Wissenschaften Schweiz eingeführten Förderprogramm sollen weibliche Wissenschaftskarrieren in der Schweiz unterstützt werden.
Die Stipendien wurden heute im Rahmen eines Festakts im "Haus der Universität" in Bern in Anwesenheit von Brigitte Mantilleri, Präsidentin der Schweizerischen Konferenz der Frauen- und Gleichstellungsbeauftragten an Schweizer Universitäten und Hochschulen (KOFRAH) übergeben.
Die 2011 ausgezeichneten Forscherinnen sind:

- Dr. Cornelia Hagmann, Klinik für Neonatologie, Universitätsspital Zürich, für die Durchführung ihres Forschungsprojekts "Serial EEG and Quantitative Brain Magnetic Resonance Imaging in Preterm infants: Relationship to neurodevelopmental outcome."

- PD Dr. Viviane Hess, Medizinische Onkologie, Universitätsspital Basel, für die Durchführung ihres Forschungsprojekts "Return-to-work after cancer: Impact of fitness training vs "usual care" during chemotherapy. A multicenter randomized trial."
Mit der Ausweitung des internationalen Förderprogramms machen es sich die drei Partner zur Aufgabe, vielversprechende Forscherinnen in ihrer Karriere zu fördern, da auch heute noch der wissenschaftliche Werdegang einer Frau auf seinen zahlreichen Etappen von Hindernissen gesäumt ist. Denn obschon gemäss Bundesamt für Statistik (BFS)1, "die Wissenschaft zwar nicht mehr ausschliesslich den Männern vorbehalten ist, konnte sich die geschlechtliche Gleichstellung in diesem Bereich jedoch weder in der Schweiz noch in Europa durchsetzen. In der Forschung waren Frauen 2006 in der Minderheit. 2004 machten sie in der EU-27 30% und in der Schweiz 27% der Forschenden aus." Gleichzeitig sind die Frauen in strategischen Positionen stark unterrepräsentiert, eine Tatsache, die gemäss BFS "symptomatisch ist für die Schwierigkeit der Frauen, in der von Männern dominierten Forschungswelt Fuss zu fassen."
"Obschon seit der Einführung des Bundesprogramms Chancengleichheit im Jahr 2000 mit einem Anteil von derzeit 15% ordentlichen Professorinnen in der Schweiz Fortschritte erzielt wurden, wird das für 2012 angestrebte Ziel von 25% wahrscheinlich nicht erreicht", betont Brigitte Mantilleri, die Präsidentin der Schweizerischen Konferenz der Frauen- und Gleichstellungsbeauftragten an Schweizer Universitäten und Hochschulen (KOFRAH). "Wenn wir eine "generalistische" Universität wie Genf nehmen, mit einem Gesamtanteil von Professorinnen von 20%, ist dieser Prozentsatz in den wissenschaftlichen Gebieten noch niedriger: Von den Professoren der naturwissenschaftlichen Fakultät sind 13,6% Frauen und in der medizinischen Fakultät sind es 14,4%."
Weibliche Wissenschaftskarrieren müssen daher unbedingt schon vom frühesten Alter an mit der Schaffung ambitiöser Modelle, mit Mentoring und finanzieller Unterstützung gefördert werden. Genau diese Förderung wird mit dem Stipendienprogramm "For Women in Science" angestrebt. Es wendet sich an hoch qualifizierte Post-Doktorandinnen, die in der Schweiz in den Fachgebieten Medizin, Biologie, Chemie oder biomedizinisches Engineering arbeiten und für die Fortsetzung ihrer Forschungsarbeit zeitweilig finanzielle Unterstützung benötigen. Alle zwei Jahre werden eine bis vier vielversprechende Post-Doktorandinnen für 6 bis 24 Monate unterstützt. Die Stipendien in Höhe von CHF 40'000.- (6 Monate) bis CHF 160'000.- (24 Monate) dienen zur Deckung der Unterhaltskosten der Forscherinnen.
1) Bundesamt für Statistik BFS, "In der Schweiz und in Europa bleibt die Forschung hauptsächlich eine Männerdomäne", 2009
Ausschreibung 2009
Drei talentierte Wissenschaftlerinnen mit L'Oréal Schweiz Stipendium "For Women in Science" ausgezeichnet
Zum ersten Mal werden drei Wissenschaftlerinnen mit einem L'Oréal Schweiz Stipendium "For Women in Science" ausgezeichnet. Das Stipendium beabsichtigt, die Wissenschaftlerinnen in der Durchführung ihres Forschungsprojektes zu unterstützen. Das neue, Ende 2008 lancierte Förderprogramm wird in Kooperation mit der Schweizerischen UNESCO-Kommission und den Akademien der Wissenschaften Schweiz vergeben und soll zur Förderung von Frauenkarrieren in der Schweiz beitragen.
Die 2009 ausgezeichneten Forscherinnen sind:

- Dr. Barbara Geering, Pharmakologie, Universität Bern

- Dr. Karine Lefort, Biochemie, Universität Lausanne. Angliederung an das Departement Dermatologie, Centre Hospitalier Universitaire Vaudois (CHUV)

- Dr. rer. nat. Barbara Morasch, Umweltchemie, ETH Lausanne
Mit der Ausweitung des internationalen Förderprogramms "For Women in Science" machen es sich die drei Partner zur Aufgabe, jungen begabten Frauen die Karriere als Wissenschaftlerin zu erleichtern. Denn auch heute noch gibt es viele Hindernisse, welche die Laufbahn einer Wissenschaftlerin aufhalten oder gar verhindern können. Laut dem BFS "waren 2004 47% der Studierenden in der Schweiz Frauen. Im Verlauf der wissenschaftlichen Laufbahn nimmt der Prozentsatz jedoch von Etappe zu Etappe ab: bei den Hochschulabschlüssen liegt der Frauenanteil noch bei 44%, bei den Doktortiteln sind es nur noch 38%. Dies führt zu einer grossen Verschwendung von Kompetenzen und Know-how." Daher bedarf es der Ermutigung und Unterstützung, damit der Wissenschaft nicht exzellente weibliche Talente und damit wichtiges Potenzial verloren gehen.
Gemeinsames Engagement für die Frauen und die wissenschaftliche Forschung
Die drei Kooperationspartner verbindet ihr Engagement für die Forschung und die gezielte Unterstützung der Frauen in diesem Bereich.
Seitdem sie vor mehr als 100 Jahren von einem Forscher gegründet wurde, hat L'Oréal laufend in die Forschung investiert. Für L'Oréal gibt es kein innovatives Produkt ohne Wissensfortschritt. Mit dieser Überzeugung haben die Laboratorien der Gruppe die grösste wissenschaftliche Datenbank aufgebaut und sie weltweit durch das Studium der Schönheitspflege und die Evaluation der Produktleistungen erweitert. Über 3.400 Mitarbeiter, von denen 55% Frauen sind, arbeiten in 30 verschiedenen Wissensgebieten in Forschung & Innovation, um die wissenschaftliche Erforschung von Haar, Haut und Farbe voranzutreiben. In den 18 Forschungszentren und den 12 Evaluationszentren der Gruppe planen und testen sie die 4.000 Formeln, die L'Oréal jährlich neu entwickelt. 2010 hat L'Oréal 612 Patente angemeldet und 665 Millionen Euro in die kosmetische und dermatologische Forschung investiert. Seit 2011 unterstützt L'Oréal Schweiz zudem das Programm der Wissenschaftscamps "La science c'est... aussi pour les filles" ("Wissenschaft ist... auch etwas für Mädchen"). Das 2005 vom Büro für Chancengleichheit der EPFL entwickelte Programm wendet sich an junge Mädchen von 11 bis 13 Jahren. Mit dem Programm wird das Ziel verfolgt, deren Interesse für die Wissenschaft zu wecken und sie zu ermutigen, ihre Studien in diesen Gebieten fortzusetzen. "L'Oréal will der Wissenschaft mit dem Programm "For Women in Science" ein neues, eigenständiges und unabhängiges Gesicht geben, fern der Clichés, die die Frauen in der Wissenschaft während so langer Zeit verfolgt haben", unterstreicht Markus Faschang, Generaldirektor von L'Oréal Schweiz. "Diese Stipendien sollen nicht nur Talente ermutigen, sondern zudem die Aufmerksamkeit auf den weiblichen Wissenschaftsnachwuchs lenken: Indem das Programm junge Mädchen mit realen Beispielen weiblicher Wissenschaftskarrieren bekannt macht, trägt es zur Schaffung von Vorbildern bei, die unentbehrlich sind, um neue Generationen für eine wissenschaftliche Karriere zu begeistern."
Die UNESCO hat die Gleichstellung der Geschlechter zu einer ihrer strategischen Prioritäten in all ihren Kompetenzbereichen wie Bildung, Wissenschaft, Kultur und Kommunikation gemacht. Dieses Engagement zeigt sich in der vor über 10 Jahren mit L'Oréal eingegangenen internationalen Partnerschaft "For Women in Science". Als Botschafterin der Ideale der Organisation bei der Öffentlichkeit und den Behörden unseres Landes freut sich die Schweizerische UNESCO-Kommission, dass diese Partnerschaft mit ihren Stipendienprogrammen in rund 40 Ländern der ganzen Welt nun auch in der Schweiz etabliert ist. Wie Francesca Gemnetti, die Präsidentin der Schweizerischen UNESCO-Kommission, betonte, "sind die beiden Stipendiatinnen nicht nur aussergewöhnlich, weil sie Frauen sind, sondern weil sie hoch qualifizierte Fachleute sind. Frauen von solcher Kompetenz und solchem Wert sollten in der Welt der Wissenschaft jedoch keine Ausnahmen mehr sein." Ausserdem unterstrich sie die Bedeutung der Rolle, die die Privatwirtschaft in diesem Bereich übernehmen kann, und hob die Beispielhaftigkeit des Engagements von L'Oréal hervor.
Die Akademien der Wissenschaften Schweiz engagieren sich hauptsächlich in den Bereichen Früherkennung und Ethik und setzen sich für einen gleichberechtigten Dialog zwischen Wissenschaft und Gesellschaft ein. Ein weiteres wichtiges Thema ist für die Akademien die Förderung der Exzellenz in der Forschung. Die Zusammenarbeit im Rahmen des Stipendienprogramms "For Women in Science" bietet ihnen Gelegenheit dazu, indem damit weibliche Wissenschaftskarrieren gefördert werden. "L'Oréal ist ein aktiver Partner im Bemühen der Akademien der Wissenschaften Schweiz, Frauen in der Wissenschaft zu unterstützen. Wissenschaft ist die entscheidende Quelle für Fortschritte in Richtung auf ein lebenswertes, friedliches und nachhaltiges Leben auf dem Planeten. Der gleichberechtigte Zugang von Frauen zu Chancen, solche Beiträge in der Wissenschaft leisten zu können, wird für eine Annäherung an diese grossen Ziele schliesslich entscheidend sein", unterstreicht Prof. Heinz Gutscher, der Präsident der Akademien der Wissenschaften Schweiz.
Weitere Informationen (nur in Englisch):

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