Internationales Büro für Erziehung in Genf

- Logo des IBE
Das IBE wurde 1925 in Genf als private NGO gegründet, 1929 wurde es die erste länderübergreifende Organisation auf dem Feld der Schulerziehung.
Zur gleichen Zeit wurde Jean Piaget, Professor der Psychologie an der Universität Genf, Direktor des IBE, welches er bis 1968 leitete und massgeblich mitprägte.
Professor Piaget glaubte, dass "Bildung zur Rettung unserer Gesellschaft vor einem möglichen Kollaps die primäre Herausforderung für alle Völker sei", eine Ansicht, welche bis heute ihre Gültigkeit hat.
1969 schloss sich das IBE der UNESCO als integrale, aber autonome Organisation an und wurde so zur einzigen steuerrechtlich anerkannten Vertretung der UNESCO in der Schweiz.
Wie dem Briefwechsel von 1969 zwischen UNESCO-Generaldirektor René Maheu und dem damaligen Vorsteher des EDA, Bundesrat Willy Spühler zu entnehmen ist, basiert die Festlegung des rechtlichen Status der UNESCO(-Vertretung) in der Schweiz auf dem Abkommen zwischen dem Bundesrat und der WHO. 1984, mit dem Umzug des IBE in die jetzigen Räumlichkeiten, wurde zwischen UNESCO-Generaldirektor Amadou-Mahtar M’Bow und dem damaligen Vorsteher des EDA, Bundesrat Pierre Aubert vereinbart, dass die Bestimmungen von 1969 weiterhin Anwendung finden sollen.
Das IBE hat drei hauptsächliche Arbeitsbereiche:
- die periodischen Sitzungen der ICE zu organisieren;
- Dokumentationen und Informationen zur Bildungserziehung zu sammeln, zu analysieren und zu verbreiten, insbesondere zu Innovationen, die Lehrpläne und Lehrmethoden betreffen;
- Überblicke und Studien im Feld der vergleichenden Bildungserziehung durchzuführen.
Das IBE verwaltet eine Datenbank, die die Profile nationaler Bildungserziehungssysteme präsentiert, organisiert regionale Kurse zur Lehrplanentwicklung, sammelt und verbreitet beachtenswerte Innovationen in der Bildungserziehung, verleiht jeweils anlässlich der ICE die Comenius-Medaille, welche an herausragende Lehrer und Schulforscher vergeben wird und veröffentlicht verschiedene Publikationen.
Das IBE wird von einem Rat verwaltet, der sich aus Repräsentanten von achtundzwanzig Mitgliedsstaaten, darunter einem aus der Schweiz, zusammensetzt, welche von der UNESCO-Generalkonferenz gewählt werden.

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