Definitionen

- Traditional Japanese puppet theatre, Nyngyo Johruri Bunraku, a masterpiece of the oral and intangible heritage of humanity. Member State: Republic of Korea. Bildquelle: Michel Ravassard © UNESCO
Die Konvention zur Bewahrung des immateriellen Kulturerbes aus dem Jahr 2003 definiert als immaterielles Kulturerbe
Praktiken, Darbietungen, Ausdrucksformen, Kenntnisse und Fähigkeiten sowie die damit verbundenen Instrumente, Objekte, Artefakte und Kulturräume, die Gemeinschaften, Gruppen und gegebenenfalls Individuen als Bestandteil ihres Kulturerbes ansehen.
Man hat sich also für Arbeitsdefinitionen entschieden, die neben der Beschreibung der Kulturformen den Aspekt der Lebensfähigkeit des IKE und seine Bedeutung für die jeweiligen Gesellschaften ins Zentrum rücken.
Das IKE findet u.a. in folgenden Bereichen seinen Ausdruck
Das IKE findet u.a. in folgenden Bereichen seinen Ausdruck
- Mündliche Ausdrucksformen der Tradition, einschliesslich der Sprache als Träger immateriellen Kulturerbes
Zum Beispiel: Sagen, Märchen, Volkserzählungen, Epen, Gesangsepen, regionale Sprachen, traditionelle Musikbräuche wie der sardische Hirtengesang. - Darstellende Künste
Zum Beispiel: Musik, Gesang, Tanz, Maskentanz, traditionelles Theater, Marionette, Mimenspiel, Zirkus. - Gesellschaftliche Bräuche, Rituale und Feste
Zum Beispiel: Volksbräuche und Traditionen, Spiele, den Jahreszeiten oder den Naturelementen gewidmete Volksriten, Prozessionen, Umzüge, Fasnacht aber auch traditionelle Lebensformen wie die Hirtenkultur der Beduinen von Petra mit ihrem eigenen Wissen und Können. - Wissen und Praktiken im Umgang mit der Natur und dem Universum
Zum Beispiel: das Wissen um Heilpflanzen und deren Anwendung. - Fachwissen über traditionelle Handwerkstechniken
Zum Beispiel: Die Verarbeitung von Stein, Erde, Holz, Metall, Leder und Papier, Glas, Weben und Spitzenklöppeln, traditionelle Malerei.
Das durch die Konvention geschützte IKE
Das durch die Konvention geschützte IKE
- wird von einer Generation an die nächste weitergegeben;
- wird von Gemeinschaften und Gruppen in Auseinandersetzung mit ihrer Umwelt, ihrer Interaktion mit der Natur und ihrer Geschichte ständig neu geschaffen;
- vermittelt den Gemeinschaften und Gruppen ein Gefühl von Identität und Kontinuität;
- trägt zur Förderung des Respekts vor der kulturellen Vielfalt und der menschlichen Kreativität bei;
- steht im Einklang mit den bestehenden internationalen Rechtsinstrumenten im Bereich der Menschenrechte;
- steht im Einklang mit der Forderung nach gegenseitiger Achtung zwischen den Gemeinschaften, Gruppen und Individuen und einer nachhaltigen Entwicklung.

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