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News zum Thema "Kulturelle Vielfalt"

Die Zivilgesellschaft fordert von Bundesrat Pascal Couchepin, dass auch die Schweiz die kulturelle Vielfalt vor den Auswüchsen des Freihandels schützt

120 Vertreterinnen und Vertreter von etwa 70 kulturellen Organisationen und Institutionen der Schweizer Zivilgesellschaft nehmen am 30. Januar 2007 an einem nationalen Reflexions- und Mobilisierungstag in Bern teil.

Mit zwei Botschaften an den Vorsteher des Eidgenössischen Departements des Innern, fordern Sie, dass die Schweiz möglichst rasch zwei UNESCO-Konventionen ratifiziert und sich dadurch auf nationaler und internationaler Ebene sowohl für den Schutz und die Förderung der kulturellen Vielfalt wie auch für die Bewahrung des immateriellen Kulturerbes einsetzt. Die Schweiz würde sich so den Staaten, anschliessen, die ihre Entschlossenheit zum Ausdruck gebracht haben, die kulturelle Vielfalt als gemeinsames Erbe der Menschheit vor den Gefahren zu schützen, die die Auswüchse des Freihandels für den freien Umgang mit kulturellen Ausdrucksformen (Film, Musik, Literatur, Bräuche, Wissen, Traditionen usw.) zur Folge haben können.


Die beiden Botschaften dienen der Unterstützung der Bundesbehörden, die sich klar für eine Ratifikation der Konventionen aussprechen und heben bestimmte Punkte hervor, auf die die Zivilgesellschaft besonderen Wert legt.


Die Vernehmlassungen zur Ratifikation der Konvention zur Bewahrung des immateriellen Kulturerbes (2003) und der Konvention zum Schutz und zur Förderung der Vielfalt kultureller Ausdrucksformen (2005) wurden vom Bundesrat im Dezember 2006 lanciert.


Der Direktor des Bundesamts für Kultur, Herr Jean-Frédéric Jauslin, wandte sich mit folgenden Worten an die Vertreterinnen und Vertreter der Zivilgesellschaft: "Der Grundsatz der kulturellen Vielfalt - und dieser Begriff umfasst eben auch Aspekte des immateriellen Kulturerbes - ist für die Schweiz von zentraler Bedeutung. Ich kann Ihnen versichern, dass sich das BAK mit aller Kraft für eine rasche Ratifikation der beiden Konventionen durch die Schweiz und möglichst viele weitere Länder einsetzt."


Für Francesca Gemnetti, Präsidentin der Schweizerischen UNESCO-Kommission, ist "die Ratifikation notwendig, weil die Schweiz die Ziele der beiden Konventionen schon heute teilt und weil die für ihre Umsetzung auf nationaler Ebene vorgesehenen Mechanismen bereits weitgehend vorhanden sind." Gleicher Meinung ist Beat Santschi, Präsident der Schweizer Koalition für die kulturelle Vielfalt, der festhielt, dass "die Anstrengungen der Schweiz zum Schutz ihrer sprachlichen Vielfalt wichtig sind. Die Förderung und der Schutz der künstlerischen Kreativität sowie der kulturellen Ausdrucksformen allgemein, dürfen dabei aber nicht ignoriert werden."


Der Tag wird von der Schweizerischen UNESCO-Kommission und der Schweizer Koalition für die kulturelle Vielfalt in Zusammenarbeit mit Traditions pour Demain und dem CIOFF Schweiz organisiert.

29.01.2007, 14:03. Alter: 6 Jahre