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Planet Erde

Bildquelle: © UNESCO
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Wie bedrohlich ist der prognostizierte Anstieg der globalen Temperaturen? Wie können wir uns besser gegen Erdbeben und Tsunamis wappnen? Welche zusätzlichen Lagerstätten fossiler Energieträger können erschlossen werden, wenn die bekannten zur Neige gehen?


Ein echtes Verständnis der Tragweite der derzeit stattfindenden globalen Umweltveränderungen ist nur möglich durch das Verständnis langfristiger Veränderungen in der Vergangenheit.


Die wissenschaftlichen Disziplinen, die sich mit dem Planet Erde beschäftigen, seien es Geologen, Geophysiker oder auch Geographen, vermitteln dieses entscheidende Wissen, sie setzen Vorgänge in der Gegenwart zu solchen in der weit entfernten Vergangenheit in Relation. Sie liefern wichtige Daten für viele andere Wissenschaftsdisziplinen und nehmen damit eine zentrale Rolle ein.


Erdwissenschaftler können klimatische und ökologische Veränderungen durch Analyse von Sedimenten und Gesteinsformationen über Jahrtausende rekonstruieren. Das Wissen der Erdwissenschaften wird zudem zur Erschliessung von fossilen Energieträgern und zur Minderung der Auswirkungen von Naturkatastrophen benötigt.


Die Wissenschaften, die sich mit dem Planet Erde beschäftigen, haben bei der UNESCO eine lange Tradition. Die Gründung des IGCP (zusammen mit der IUGS) führte 1972 zu einer dauerhaften Verankerung der Geowissenschaften bei der UNESCO.


2002 wurde das weltweite Netzwerk der Geoparks mit Unterstützung der UNESCO ins Leben gerufen, in dem inzwischen knapp 50 Regionen aus aller Welt vertreten sind.


Artemis Satellite. Bildquelle: © ESA / J. Huart
Artemis Satellite. Bildquelle: © ESA / J. Huart

Die UNO-Generalversammlung hat am 20. Februar 2006 das Jahr 2008 zum Jahr des Planeten Erde ausgerufen. Mit einem Auftaktahr 2007 und einem Ausklangjahr 2009 bietet es eine ausgezeichnete Gelegenheit für neue internationale Forschungskooperationen und für die Darstellung der Bedeutung der Erdwissenschaften.


In den weltweiten Anstrengungen zur Katastrophenvorsorge bzw. der Minderung der Auswirkungen von Naturkatastrophen ist die UNESCO federführend für den Bereich "Bildung und Wissen". Sie fördert den internationalen Austausch über gute Praxis in der Bildung zu Naturkatastrophen, baut Frühwarnsysteme zum Beispiel für Tsunamis auf und fördert den grenzüberschreitenden Austausch seismologischer Daten.


Eine Mittlerrolle spielt die UNESCO in der Fernerkundung aus dem Weltall. Auf Bitte von Mitgliedstaaten bringt sie Organisationen, die Erdbeobachtungssatelliten betreiben, und Forschungseinrichtungen zusammen. Gemeinsam werden IT-Lösungen entwickelt, um frühzeitig vor Gefahren für Welterbestätten und Biosphären warnen zu können.

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