2002: Jahr der Berge


Logo des Internationalen Jahres der Berge
Logo des Internationalen Jahres der Berge

Die UNO hat am 10. November 1998 das Jahr 2002 zum Internationalen Jahr der Berge erklärt. Weltweit wird die nachhaltige Entwicklung der Berggebiete unterstützt, also eine Entwicklung, dank der die Menschen besser leben, ohne dass es auf Kosten von Natur und Umwelt geht.


Mit dem Jahr der Berge soll der Austausch zwischen verschiedenen Berggegenden wie auch zwischen Berggegenden und dem Flachland verstärkt werden, denn viele Probleme sind in den Gebirgen der ganzen Erde ähnlich. Deshalb ist es wichtig, über den eigenen Tellerrand hinauszuschauen. Fehler, die wir schon gemacht haben, müssen andere nicht wiederholen, und wenn anderswo bereits gute Lösungen gefunden wurden, können wir davon profitieren.


Die Schweiz hat sich lange dafür eingesetzt, dass die Bergthematik auf die internationale Agenda gelangt. Ein erstes Etappenziel wurde am UNO-Gipfel für Entwicklung und Zusammenarbeit in Rio (1992) erreicht. Auf Initiative der Schweiz wurde das Kapitel 13 über eine nachhaltige Gebirgsentwicklung in die Agenda 21 aufgenommen. Als Folge davon und auf die Initiative Kirgistans hin erklärte die UNO das Jahr 2002 zum Internationalen Jahr der Berge.

 

Dieses ist mit folgenden Zielen verbunden:

  • Die Lebensqualität der Bergbevölkerung durch Förderung der nachhaltigen Entwicklung und des Naturschutzes sichern und verbessern
  • Kenntnisse über Gebirgsökosysteme, ihre Dynamik und ihre Funktionsweise vermitteln und dabei aufzeigen, wie wichtig sie auch für die Tiefland-Bevölkerung sind
  • Das kulturelle Erbe von Bergvölkern bewahren und fördern
  • Konflikte in Bergregionen überwachen und Friedensbemühungen fördern


Ein Viertel der weltweiten Landfläche liegt in Gebirgen. Ein Zehntel aller Menschen lebt in den Bergen; mehr als die Hälfte der Menschheit bezieht Wasser aus ihnen. Berge sind wichtig für Erholung und Freizeit, die kulturelle Identität (man stelle sich die Schweiz ohne Berge vor!) und die Natur. Aber Berggebiete sind weltweit bedroht. Entwaldung, Übernutzung, Erosion, Siedlungsdruck und Abwanderung sind einige Beispiele. Das Leben der Bergbevölkerung ist oft durch Armut, harte Arbeit, karge Böden, schwieriges Klima und Naturgefahren wie Murgänge, Lawinen und Steinschlag geprägt.