Nouveautés à l'Année de la biodiversité
UNO-Jahr zur biologischen Vielfalt in Paris eröffnet
Arten und Ökosysteme verschwinden immer schneller
Die UNESCO hat mit einer zweitägigen Veranstaltung am 21. und 22. Januar 2010 in Paris das internationale Jahr der biologischen Vielfalt eröffnet. Weltweit sind Pflanzen und Tiere, ihre Lebensräume und die genetische Vielfalt durch den Menschen bedroht. Biologen schätzen, dass jeden Tag 150 Tier- und Pflanzenarten aussterben. Das UN-Jahr soll die Folgen ihres Verlustes stärker in das politische und öffentliche Bewusstsein rücken. Pflanzen, Tiere und Mikroorganismen sichern den Menschen seit Jahrtausenden Nahrung, Rohstoffe und Technologien.
"Die Menschheit steht heute an einem Wendepunkt - sie muss sich entscheiden, ob sie die Vielfalt erhalten will und was ihr das wert ist", sagte der stellvertretende UNESCO-Generaldirektor Marcio Barbosa in seiner Eröffnungsrede. "Vor allem muss sie die Wechselwirkungen zwischen Mensch und Umwelt stärker wahrnehmen. Wir brauchen solides Wissen und moralische Überzeugung, um den Verlust der Lebensräume und Arten zu stoppen. Dabei kann die UNESCO eine wichtige Rolle spielen."
Die UNESCO eröffnete zum UN-Jahr auch eine Ausstellung zur Biodiversität, die 2010 in vielen Ländern gezeigt wird. Vom 25. bis 29. Januar organisiert sie einen Kongress in Paris, auf dem Wissenschaftler aktuelle Daten zur biologischen Vielfalt vorstellen. Die UNESCO fördert seit Jahrzehnten die Forschung mit ihrem Programm Der Mensch und die Biosphäre.
Tier- und Pflanzenarten werden durch eine Reihe von staatlichen Abkommen geschützt. Das wichtigste Dokument ist seit 1992 das Übereinkommen über biologische Vielfalt (CDB). Darin bekennen sich derzeit 193 Staaten und die EU, die biologische Vielfalt auf der Erde zu schützen und ihre Nutzung nachhaltig zu gestalten, damit Menschen heute und in Zukunft davon leben können.
Das internationale Ziel, bis 2010 die Verluste an Biodiversität deutlich zu reduzieren, wurde nicht erreicht. Die Arten sterben heute 100- bis 1.000-mal schneller aus, als es natürlich zu erwarten wäre. Von bekannten Artengruppen wie den Vögeln oder Säugetieren sind weltweit bis zu 50 Prozent vom Aussterben bedroht.

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