World Heritage Sustainable Tourism Programme - Expert Meeting
Sils/Engadine, Switzerland, 18-22 October 2011
L'UNESCO et la Suisse
Die UNESCO und die Schweiz unterhalten und pflegen seit Jahrzehnten vielfältige Beziehungen.
Bereits kurz nach dem Beitritt zur UNESCO (1949) wird die Schweiz erstmals in den Exekutivrat gewählt. In regelmässigen Abständen konnte die Schweiz wieder Einsitz in dieses zentrale Gremium der Organisation nehmen, letztmals zwischen 2003 und 2007.
1969 schloss sich das 1925 in Genf als private NGO gegründete IBE der UNESCO als integrale, aber autonome Organisation an und wurde so zur einzigen steuerrechtlich anerkannten Vertretung der UNESCO in der Schweiz.
Wie nahezu alle anderen Mitgliedstaaten unterhält die Schweiz am Hauptsitz der UNESCO in Paris eine Ständige Vertretung. Derzeitiger Ständiger Vertreter der Schweiz bei der UNESCO ist Botschafter Rodolphe Imhoof.
Die Schweiz macht aktiv am Gestaltungsprozess in der UNESCO mit: neben der Teilnahme an der zweijährlich stattfindenden Generalkonferenz und weiteren informellen Treffen, vertreten zahlreiche Persönlichkeiten die Schweiz in zwischenstaatlichen Gremien und engagieren sich verschiedene Experten im Dienste der UNESCO.
Die Schweizerische UNESCO-Kommission ist das Bindeglied zwischen der UNESCO und der Schweiz. Der Chef Koordination Schweiz - UNESCO, Nicolas Mathieu, Stv. Generalsekretär der Kommission, koordiniert die Beziehungen und Kontakte zur UNESCO.
Neben der Schweizerischen UNESCO-Kommission ist die UNESCO in verschiedenster Weise mit der Schweiz verbunden. So finden ab und an Besuche der Generaldirektorin sowie weiterer Funktionäre statt, gleichzeitig richtet die Schweiz regelmässig verschiedene internationale UNESCO-Konferenzen und -Kongresse aus.
Die Schweiz ist auch Sitzstaat verschiedener UNESCO-Lehrstühle, rund 60 UNESCO-assoziierten Schulen und drei Clubs für die UNESCO, elf Welterbestätten und zwei Biosphären. Sie alle helfen mit, die Ziele der UNESCO zu verwirklichen und die Leitidee der Organisation, Frieden und internationale Verständigung, zu fördern.

- Der Gründer des modernen Afghanistan, Emir Abdurrahman bestätigte mit diesem Stock Gesetze, Erlasse und Urteile. Bildquelle: © Friedel Ammann, www.friedel-ammann.com
Ein besonderes Engagement der Schweiz im Rahmen der Aktivitäten der UNESCO war in jüngster Zeit der Erhalt von Kulturgut und des kulturellen Erbes.
1972 wurde unter Beteiligung des Bundesrates und der Schweizerischen UNESCO-Kommission die Schweizerische Stiftung Pro Venezia gegründet. Sie folgte damit dem Aufruf der UNESCO, zur Rettung von Kulturgütern in Venedig beizutragen. Seit ihrer Gründung hat die Stiftung die Restaurierung von verschiedenen Projekten sichergestellt, sowohl von Grossprojekten wie zum Beispiel die gesamte Kirche San Stae am Canal Grande und die Barockfassade von Santa Maria del Giglio, wie auch von kleineren Projekten wie die Markussäule, den Antoniusaltar in der Kirche der Frari oder Gemälde von Tintoretto und Fumiani.
Seit einiger Zeit beteiligt sich die Schweiz auch an der Bewahrung des kulturellen Erbes Afghanistans. So wurde der UNESCO für die Jahre 2002 und 2003 eine Finanzhilfe von 194.000 CHF für Restaurierung und Erhaltung des Minarettes von Jam zur Verfügung gestellt, 2003 unterstützte das EDA auf Beschluss des Bundesrates die UNESCO bei der Restaurierung eines zum afghanischen Weltkulturerbes gehörenden Festungsbaus im Bamyian-Tal mit 397.000 CHF, auch hat sie die Einrichtung des Afghanistan-Museums in Bubendorf als Schutzhafen sowie die 2007 durchgeführte Repatriierung nach Afghanistan unterstützt.

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