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Sociétés du savoir

Radio listeners in Kabul, Afghanistan. Bildquelle: © UNESCO
Radio listeners in Kabul, Afghanistan. Bildquelle: © UNESCO

Im Mittelpunkt des UNESCO-Programms Kommunikation und Information steht die Förderung von modernen Wissensgesellschaften.


Die UNESCO zieht den Begriff "Wissensgesellschaften" dem der "Informationsgesellschaft" vor. Sie legt damit den Schwerpunkt bewusst auf Bildung und Entwicklung und bezieht eine ethische, soziale und politische Perspektive mit ein.


Der Begriff der "Informationsgesellschaft" hingegen ist technisch geprägt und legt den Akzent nur auf das Mittel.


Vier Prinzipien sollen in diesen "Knowledge Societies" verwirklicht sein:

 


Die vier Prinzipien machen deutlich, dass es sich um ein interdisziplinäres Konzept handelt: Die Schaffung von Wissensgesellschaften setzt Anstrengungen im Bildungs- und Kulturbereich ebenso voraus wie die Sicherstellung von Meinungsfreiheit und Zugang zu Information und Wissen.


Der im November 2005 erschienene UNESCO-Weltbericht Towards Knowledge Societies, der erste in einer neuen Serie von UNESCO-Weltberichten, fordert die Regierungen weltweit auf, den vier Prinzipien von Wissensgesellschaften politische Priorität einzuräumen.


Eine grössere Kluft als je zuvor, so der Bericht, trenne Länder mit grossem Forschungs- und Entwicklungspotenzial, gut ausgebauten Bildungssystemen und einer grossen Bandbreite von Lern- und Kulturangeboten von Ländern mit mangelhaften Bildungssystemen und finanzschwachen Forschungseinrichtungen, die zusätzlich unter den Folgen des "brain drain", der Abwanderung hoch qualifizierter Arbeitskräfte, leiden.