Sciences sociales

- Logo des MOST-Programmes
Das internationale Programm MOST ist das wichtigste Instrument im sozialwissenschaftlichen Programm der UNESCO. Der Schwerpunkt von MOST liegt auf dem Wissenstransfer zwischen Sozialwissenschaft und Politik, um politische Entscheidungen stärker auf empirisch belegte Erkenntnisse zu stützen.
MOST ist eines der sechs wissenschaftlichen "Langzeitprogramme" der UNESCO, das einzige aus dem Fachbereich Geistes- und Sozialwissenschaften. MOST wurde 1994 ins Leben gerufen und konzentrierte sich bis 2003 auf einzelne ehrgeizige sozialwissenschaftliche Forschungsprojekte. Seit einer externen Evaluierung 2003 steht die Politikrelevanz sozialwissenschaftlicher Forschung im Vordergrund. Ziel von MOST in dieser zweiten Phase ist es, Brücken zwischen Wissenschaft, Politik und Praxis zu bauen.
Forschungsbereiche von MOST
MOST behandelt Fragen der internationalen Migration, der Armutsbekämpfung, der gesellschaftlichen Alterung, der menschlichen Sicherheit, der Rolle des Staates in der sozialen Entwicklung und nachhaltiger gesellschaftlicher Entwicklung. Den einzelnen Weltregionen sind dabei besondere Schwerpunktsthemen zugeordnet. Ausserdem geht es um Fragen der Urbanisierung und der nachhaltigen Stadtentwicklung, ländervergleichende Projekte über Umwelt- und soziale Beziehungen, sozio-kulturelle und wirtschaftliche Prozesse.
Die Schweizerische UNESCO-Kommission koordinierte während mehrerer Jahre ein wichtiges Projekt des MOST-Programmes: "Städte, Umwelt und soziales Verhältnis zwischen Männern und Frauen".
Internationaler Informationsaustausch und Politikberatung
MOST verfolgt einen interdisziplinären Ansatz sowie eine zukunftsorientierte, unabhängige Forschung. MOST fördert die interregional vernetzte und vergleichbare Forschung und bereitet Ergebnisse zu Themen einer nachhaltigen Entwicklung politikrelevant auf.
Steuerungsgremien
Das MOST-Programm wird von zwei Steuerungsgremien koordiniert: dem zwischenstaatlichen Rat IGC, dem 35 Mitglieder, darunter die Schweiz, angehören, und dem wissenschaftlichen Lenkungsausschuss SAC. Der Rat legt die Prioritäten und die generellen Anliegen des Programms fest. Aufgabe des Lenkungsausschusses - bestehend aus neun ad personam bestellten Sachverständigen - ist es, den wissenschaftlichen Anspruch des Programms zu gewährleisten wie auch Projektanträge zu bewilligen, zu begleiten und die Forschungsergebnisse zu bewerten.

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