Das Bildungsprogramm der UNESCO
Bildung - der Schlüssel für Entwicklung und Frieden. Diese Botschaft zieht sich als Leitmotiv durch das Bildungsprogramm der UNESCO.
"Jeder hat das Recht auf Bildung" - dies ist in Artikel 26 der Allgemeinen Erklärung der Menschenrechte festgeschrieben. Bildung ist unabdingbar für die gesellschaftliche Entwicklung, im Kampf gegen die Armut und die Ausbreitung von AIDS. Sie ist die Voraussetzung dafür, dass Kinder ihr Recht auf ein erfülltes Leben einlösen können.
Bildung für alle
"Bildung für alle" (EFA) ist das grösste Programm der UNESCO im Bildungsbereich. Auf dem Weltbildungsforum 2000 in Dakar haben sich 164 Länder verpflichtet, sechs Bildungsziele bis zum Jahr 2015 zu erreichen. In ihrem jährlichen Weltbildungsbericht misst die UNESCO die Fortschritte in der Bildung im internationalen Vergleich.
Bildung für nachhaltige Entwicklung
Die Vereinten Nationen 2005-2014 als Weltdekade "Bildung für nachhaltige Entwicklung" ausgerufen und die UNESCO mit der Federführung beauftragt.
"Nachhaltigkeit" bedeutet: zukünftige Generationen sollen dieselben Chancen auf ein erfülltes Leben haben wie wir. Gleichzeitig müssen Chancen auf ein gutes Leben für die heute lebenden Menschen auf der Erde fairer verteilt werden.
Alphabetisierung
Die UNESCO ist federführend für die UN-Weltdekade der Alphabetisierung (2003-2012), deren Ziel es ist, die Analphabetenrate bei Erwachsenen um die Hälfte zu reduzieren.
Etwa 75 Mio. Kinder wachsen ohne Schulbildung auf, ungefähr 780 Mio. Erwachsene sind Analphabeten, vorwiegend in den Entwicklungsländern.
UNESCO-Bildungsinstitute
Sechs internationale Institute und zwei Zentren unterstützen das UNESCO-Bildungsprogramm, davon eines in der Schweiz: das IBE.
Das IBE organisiert die Sitzungen der ICE, sammelt, analysiert und verbreitet Informationen zur Bildungserziehung und betreibt Studien im Feld der vergleichenden Bildungserziehung.
UNESCO-assoziierte Schulen
Hauptziel der 1945 gegründeten UNESCO ist die Wahrung und Förderung des Friedens.
Um dieses Ziel zu realisieren, schuf die UNESCO 1953 das weltweite Netzwerk der Assoziierten Schulen der UNESCO.
Diesem Netzwerk gehören in 179 Ländern ca. 8.500 Schulen an, davon ca. 70 in der Schweiz (Stand: Januar 2009).
UNESCO-Lehrstühle und UNITWIN
1992 hat die UNESCO das weltweite Netzwerk der UNESCO-Lehrstühle eingerichtet. In dem Netzwerk kooperieren über 600 Lehrstühle verschiedener Disziplinen in über 120 Ländern. In der Schweiz gibt es zurzeit vier UNESCO-Lehrstühle.
UNITWIN wurde 1991 ins Leben gerufen. Es fördert die internationale Zusammenarbeit im Hochschulbereich.






