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Programm

Die UNESCO hat das breiteste Programmspektrum aller UN-Sonderorganisationen.


Es umfasst folgende Aufgabenbereiche:


Bildung

Bildung ist in der Programmstrategie der UNESCO der Schlüssel für Entwicklung. Die UNESCO koordiniert das weltweite Aktionsprogramm Bildung für alle. Ziel ist es, bis 2015 allen Kindern eine Grundschulbildung zu ermöglichen und die Zahl der Analphabeten weltweit zu halbieren. Im Hochschulnetzwerk der UNESCO kooperieren über 600 UNESCO-Lehrstühle in rund 125 Ländern. Im internationalen Schulnetzwerk arbeiten 8.500 UNESCO-Projektschulen mit. Die UNESCO hat auch die Federführung für die UN-Dekade Bildung für nachhaltige Entwicklung (2005-2014).

Wissenschaft

Im Rahmen ihres Wissenschaftsprogramms hat die UNESCO sechs Langzeitprogramme in den Bereichen Süsswasser (IHP), Ozeane (IOC), Ökosysteme (MAB), Geologie (IGCP), grundlegende Naturwissenschaften (IBSP) und Sozialwissenschaften (MOST) eingerichtet. Sie verbinden Forschung mit Ausbildung und Wissenstransfer in Schwellen- und Entwicklungsländer. Die auf der 33. Generalkonferenz der UNESCO verabschiedete Universelle Erklärung über Bioethik und Menschenrechte definiert globale ethische Mindeststandards für Medizin und biomedizinische Forschung.

Kultur

Die UNESCO ist im UN-System die einzige Fachorganisation mit einem ausdrücklichen Mandat für Kultur. Schutz und Erhaltung des kulturellen Erbes, Bewahrung und Förderung der kulturellen Vielfalt und der Dialog zwischen den Kulturen sind ihre Hauptaufgaben. Auf der UNESCO-Welterbeliste stehen über 900 Kultur- und Naturerbestätten aus allen Kontinenten. Inzwischen haben 189 Staaten die Welterbekonvention unterzeichnet. Das 2003 verabschiedete UNESCO-Übereinkommen zum Schutz des immateriellen Kulturerbes wurde 2004/2005 von Staaten in allen Weltregionen ratifiziert und trat am 20. April 2006 in Kraft.

Kommunikation

Das Kommunikationsprogramm der UNESCO fördert moderne Wissensgesellschaften ("Knowledge Societies"), in denen die Meinungsfreiheit und der gleichberechtigte Zugang zu Information und Wissen ebenso verwirklicht sind wie Bildung für alle und kulturelle Vielfalt. Das Programm Memory of the World dient der Erhaltung des dokumentarischen Erbes.


Die Grundorientierungen des UNESCO-Programms werden in den sechsjährigen "Mittelfristigen Strategien" festgelegt; derzeit: 2008-2013 (siehe Dokumentation).