Dokumentarisches Erbe

Das dokumentarische Erbe stellt eine wesentliche Quelle des kollektiven Gedächtnisses, der Forschung und der Wissensvermittlung dar. Die UNESCO setzt sich für die Erhaltung und Aufwertung des dokumentarischen Erbes in all seinen Formen ein – seien es Archive, Handschriften oder audiovisuelle Sammlungen – und erkennt zugleich bestimmte Bestände von universeller Bedeutung an.

Die Organisation handelt zugunsten der Erhaltung und Zugänglichkeit des dokumentarischen Erbes durch einen normativen Rahmen und ein internationales Programm, die einander ergänzen.

Das 1992 lancierte Programm Memory of the World (MoW) fördert die Sicherung gefährdeter Dokumentenbestände und führt ein Internationales Register zur Anerkennung von Dokumentenerben von universeller Bedeutung. Es sensibilisiert für den Wert des schriftlichen, audiovisuellen und digitalen Erbes und stärkt die Zusammenarbeit zwischen Gedächtnisinstitutionen.

Im Jahr 2015 verabschiedete die Generalkonferenz der UNESCO die Empfehlung zur Erhaltung und Zugänglichkeit des dokumentarischen Erbes, welche die Mitgliedstaaten dazu einlädt, ihre nationalen Erhaltungspolitiken zu stärken, die Digitalisierung zu unterstützen und einen nachhaltigen Zugang zu Dokumenten zu gewährleisten.

Rolle der Schweizerischen UNESCO-Kommission

In der Schweiz koordiniert die Schweizerische UNESCO-Kommission die Umsetzung des Programms Memory of the World, begleitet Schweizer Nominierungen für das Internationale Register und fördert den Austausch zwischen Institutionen, die dokumentarisches Erbe bewahren.

Programm Memory of the World

Mehrere in der Schweiz aufbewahrte Dokumentenbestände sind im Internationalen Register von Memory of the World eingetragen und zeugen von ihrer Bedeutung und internationalen Ausstrahlung.

Mehr über das Programm Memory of the World sowie über die in der Schweiz aufbewahrten und im Internationalen Register eingetragenen Bestände erfahren