Ethik der Wissenschaften und Technologien
Die UNESCO spielt innerhalb des Systems der Vereinten Nationen eine zentrale Rolle bei der Entwicklung internationaler Rahmenwerke zur Ethik der Wissenschaften und Technologien. Angesichts der raschen Veränderungen durch wissenschaftliche und technologische Innovationen fördert die Organisation die Festlegung gemeinsamer Grundsätze, die eine Entwicklung im Einklang mit der Menschenwürde, den Grundrechten und dem Gemeinwohl unterstützen sollen.
Durch die Verabschiedung von Empfehlungen und Erklärungen legen die Mitgliedstaaten gemeinsame Leitlinien fest, die die Nutzung wissenschaftlicher und technologischer Fortschritte begleiten und einordnen sollen. Obwohl diese Instrumente rechtlich nicht bindend sind, stellen sie wichtige internationale Referenzrahmen für die Ausgestaltung nationaler Politiken sowie für die Stärkung der internationalen Zusammenarbeit dar.
Indem die UNESCO den Dialog zwischen wissenschaftlichen Fachleuten, staatlichen Vertreterinnen und Vertretern sowie der Zivilgesellschaft fördert, trägt sie zudem dazu bei, die ethischen Auswirkungen neuer Technologien frühzeitig zu berücksichtigen und eine verantwortungsvolle Governance von Innovationen zu stärken.
Engagement und Begleitung in der Schweiz
Die Schweiz beteiligt sich aktiv an diesen internationalen Reflexionen und trägt zum Dialog zwischen wissenschaftlicher Expertise, internationaler Governance und Gesellschaft bei. Die Schweizerische UNESCO-Kommission verfolgt diese Entwicklungen aufmerksam und beteiligt sich am Dialog in diesem Bereich.
Ethik der künstlichen Intelligenz

Die Generalkonferenz der UNESCO verabschiedete 2021 die Empfehlung zur Ethik der künstlichen Intelligenz – den ersten globalen normativen Rahmen in diesem Bereich. Ziel dieses Textes ist es, die Entwicklung und Nutzung von KI im Einklang mit den Menschenrechten zu fördern, insbesondere auf der Grundlage von Transparenz, Inklusion und Verantwortlichkeit.
Ethik der Neurotechnologien

Die raschen Fortschritte in den Neurowissenschaften und in gehirnbezogenen Technologien werfen neue ethische Fragen auf. Im Jahr 2025 verabschiedete die UNESCO die Empfehlung zur Ethik der Neurotechnologien, um einen internationalen Rahmen auf der Grundlage gemeinsamer Prinzipien und einer verantwortungsvollen Nutzung zu fördern.
