Wissenschaften

Die Wissenschaften tragen dazu bei, die grossen Herausforderungen unserer Zeit besser zu verstehen und politische Entscheidungen zu unterstützen. Innerhalb der UNESCO arbeiten die Mitgliedstaaten zusammen, um die internationale wissenschaftliche Zusammenarbeit zu stärken, Wissen zu teilen und einen engen Dialog zwischen Forschung, Gesellschaft und öffentlicher Politik zu fördern.

Im System der Vereinten Nationen fungiert die UNESCO als Plattform für internationale wissenschaftliche Zusammenarbeit. Ihre Tätigkeit umfasst sowohl die Naturwissenschaften als auch die Sozial- und Geisteswissenschaften und zielt darauf ab, gemeinsame Antworten auf globale Herausforderungen wie Umweltveränderungen, technologische Entwicklungen oder gesellschaftliche Transformationen zu entwickeln. Die Organisation unterstützt internationale wissenschaftliche Programme, fördert den Austausch zwischen Forschenden, Fachleuten und politischen Entscheidungsträgern und entwickelt normative Rahmenwerke, die eine verantwortungsvolle Nutzung von Wissenschaft und Technologien fördern sollen. Durch die Förderung der Zusammenarbeit zwischen Staaten mittels Forschung und wissenschaftlicher Expertise trägt sie zudem zur Entwicklung der Wissenschaftsdiplomatie1 bei, die wissenschaftliche Kooperation zu einem Instrument des Dialogs und des gegenseitigen Verständnisses macht.

In der Schweiz begleitet die Schweizerische UNESCO-Kommission ausgewählte Themenbereiche durch gezielte Initiativen, insbesondere im Bereich des Dialogs zwischen Wissenschaft und Gesellschaft sowie der Reflexion über die Ethik neuer Technologien.

Handlungsfelder

Die wissenschaftliche Arbeit der UNESCO erstreckt sich über zahlreiche Bereiche. Auf dieser Website wird sie anhand von drei komplementären Handlungsfeldern dargestellt, die die wichtigsten Formen des Engagements der Schweizerischen UNESCO-Kommission widerspiegeln:

internationale wissenschaftliche Programme, die die Zusammenarbeit zwischen Staaten und Forschungseinrichtungen fördern;

→ Initiativen an der Schnittstelle von Wissenschaft, Gesellschaft und öffentlicher Politik, die den Dialog zwischen wissenschaftlichem Wissen und politischem Handeln stärken;

→ Aktivitäten im Bereich der Ethik der Wissenschaften und Technologien, die zur Entwicklung gemeinsamer internationaler Prinzipien beitragen.

  1. Das CERN (Europäische Organisation für Kernforschung), gegründet 1954 und mit Sitz in Genf, gilt als ein beispielhaftes Modell der Wissenschaftsdiplomatie. Es entstand aus Initiativen, die von der UNESCO unterstützt wurden, und veranschaulicht die Rolle der Organisation als diplomatischer und wissenschaftlicher Rahmen für die europäische Zusammenarbeit in der Nachkriegszeit. ↩︎
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