Neuordnung der ausserparlamentarischen Kommissionen im Rahmen der Überprüfung 2025: Stellungnahme im Rahmen des Vernehmlassungsverfahrens

Die Schweizerische UNESCO-Kommission (SUK)* nutzt die Gelegenheit dieser öffentlichen Vernehmlassung zur Reorganisation der ausserparlamentarischen Kommissionen im Rahmen der Überprüfung 2025, um ihre Stellungnahme abzugeben.

Die SUK ist überrascht über den Vorschlag zur Auflösung des Schweizerischen Wissenschaftsrats (SWR), der im Rahmen der Überprüfung vorgelegt wurde, und lehnt diesen ab.

Der SWR leistet seit über 60 Jahren unabhängige, qualitativ hochwertige und kostengünstige Beratung, die der strategischen Steuerung des Schweizer Bildungs-, Forschungs- und Innovationssystems des Bundes zugutekommt.

Die Abschaffung des SWR würde, ohne echte Einsparungen zu erzielen, den Beitrag einer fundierten fachlichen Perspektive schwächen, die auf Expertise der BFI-Landschaft und internationaler Erfahrung seiner Mitglieder beruht. Darüber hinaus würde das Fehlen einer solchen Instanz der Glaubwürdigkeit der Schweiz im internationalen Kontext schaden.

Die Aktivitäten und Herausforderungen, denen sich der SWR stellt, stehen im Einklang mit den Grundsätzen und Leitlinien der UNESCO-Empfehlung von 2017 zu Wissenschaft und wissenschaftlich Forschenden, die darauf abzielt, günstige Rahmenbedingungen für eine qualitativ hochwertige, unabhängige und sozial verantwortliche Wissenschaft zu gewährleisten.

Insbesondere entspricht die Rolle des SWR als unabhängiges wissenschaftliches Beratungsgremium der Forderung, Bedingungen zu schaffen, die es Wissenschaftler*innen ermöglichen, in absoluter Freiheit und Sicherheit zu arbeiten; das Vertrauen und eine Wissenschaftskultur in der Gesellschaft zu fördern und die Entwicklung wissenschaftlich fundierter Politik zu gewährleisten.

Die Wahrung der Unabhängigkeit, Integrität und Glaubwürdigkeit der Wissenschaft in öffentlichen Entscheidungsprozessen muss auf nationaler und internationaler Ebene gewährleistet werden. Dies ist im aktuellen Kontext umso wichtiger geworden, da vermehrt versucht wird, den Einfluss der Wissenschaft zu schmälern.

*Die Schweizerische UNESCO-Kommission mit Sitz in Bern ist eine durch Beschluss des Bundesrats 1949 eingesetzte ausserparlamentarische Bundeskommission mit beratender Funktion. Ihr Auftrag besteht darin, als Verbindungsstelle zu den Behörden in der Schweiz für alle Fragen zu fungieren, die für die UNESCO von Interesse sind. Darüber hinaus setzt sich die Kommission für die Förderung der intellektuellen Zusammenarbeit auf nationaler und internationaler Ebene in den Kompetenzbereichen der UNESCO – Bildung, Wissenschaft, Kultur und Kommunikation/Information – bei interessierten Partnern und Institutionen sowie in der breiten Öffentlichkeit ein.