Frühkindliche Bildung

Die UNESCO betrachtet das Lernen in den ersten Lebensjahren als Grundlage der gesamten Entwicklung eines Menschen. Auf dieser Basis sowie im Rahmen der globalen Bildungsagenda 2030 (Unterziel 4.2 „Allen Mädchen und Jungen den Zugang zu hochwertiger frühkindlicher Bildung, Betreuung und Erziehung zu sichern, die ihnen einen erfolgreichen Übergang in die Schule ermöglicht“) setzt sich die Schweizerische UNESCO-Kommission für mehr Chancengerechtigkeit und Qualität in der Frühkindlichen Bildung der Schweiz ein.

Engagement Schweizerische UNESCO-Kommission

Die Schweizerische UNESCO-Kommission engagiert sich seit 2006 für die frühkindliche Bildung, Betreuung und Erziehung in der Schweiz und hat bereits einiges erreicht; so hat sie die erste Schweizer Grundlagenstudie zur Frühkindlichen Bildung in Auftrag gegeben und gemeinsam mit dem Netzwerk Kinderbetreuung Schweiz das erste pädagogische Referenzdokument für den frühkindlichen Bereich, den Orientierungsrahmen für frühkindliche Bildung, Betreuung und Erziehung, lanciert. Aufgrund der Ergebnisse der ersten Grundlagestudie hat die Schweizerische UNESCO-Kommission Forderungen zur Gestaltung frühkindlicher Bildung in der Schweiz erarbeitet. In Zusammenarbeit mit dem Netzwerk Kinderbetreuung Schweiz und Elternbildung CH hat die Schweizerische UNESCO-Kommission zudem die Projektplattform Frühförderung betreut. Schliesslich hat sie diverse regionale und nationale Vernetzungs- und Austauschtreffen organisiert und in verschiedenen Expertengremien mitgewirkt.

Nun ist es Zeit, einen weiteren Schritt zu machen: Die Schweizerische UNESCO-Kommission will die frühkindliche Bildung, Betreuung und Erziehung (FBBE) in der Schweiz nachhaltig als Bildungsaufgabe positionieren. Deren Gestaltung soll in privater, zivilgesellschaftlicher und staatlicher Verantwortung liegen. Unerlässlich dafür ist ein bildungspolitisches Konzept, das die UNESCO-Kommission von einer wissenschaftlich verankerten Arbeitsgemeinschaft ausarbeiten lässt. Es soll im Frühling 2018 vorliegen und Gemeinde und Städte, Kantone sowie den Bund in ihrer Bildungspolitik inspirieren, viele betroffene Kreise ansprechen und vor Ort zu den Entscheidungsträgern gebracht werden. Eine Strategiegruppe mit ihren wichtigsten Partnern berät und begleitet die Schweizerische UNESCO-Kommission in der Erarbeitung.

Arbeitsprinzipien

Die Schweizerische UNESCO-Kommission stützt sich bei Ihren Arbeiten auf die folgenden Prinzipien:

  • Sie berücksichtigt internationale Entwicklungen, Erfolgsgeschichten und Erkenntnissen und ist im Austausch mit UNESCO, UNO, OMEP und OECD sowie einzelnen Ländern
  • Sie berücksichtigt die drei Sprachregionen der Schweiz
  • Sie steht in enger Verbindung zu Forschung und Wissenschaft
  • Sie arbeitet unter Berücksichtigung der Strukturen sowie der Entwicklungen bei der beruflichen Ausbildung sowie den Ausbildung auf Tertiärstufe im frühkindlichen Bereich
  • Sie bezieht staatliche Verwaltungen und Politiker/-innen auf nationaler und kantonaler Ebene mit ein und ist im Austausch mit wichtigen Partnern aus Zivilgesellschaft, Wirtschaft und Medien
  • Sie arbeitet in inhaltlicher und terminlicher Abstimmung mit den Vorhaben von Stimme Q, der Trägerschaft des Orientierungsrahmens, der Jacobs Foundation und anderer im Bereich aktiver Stiftungen sowie der geplanten Agenda 2025 der Anbieter tertiärer Bildungsangebote.
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