Schweizer Plattform Bildung 2030

Mittwoch, 25. November 2020, 16.00–18.00 Uhr
Online

Sprachen: Deutsch und Französisch, mit Simultanübersetzung (DE-FR-IT)

Gemeinsam mit den Akademien der Wissenschaften Schweiz, lädt die Schweizerische UNESCO-Kommission zur vierten Ausgabe der Schweizer Plattform Bildung 2030 ein, die sich dieses Jahr mit dem Thema:

Wie sieht die Zukunft der Bildung in der Schweiz in der Post-COVID-19-Ära aus? befasst.

Wie jedes Jahr bietet die Schweizer Plattform Bildung 2030 zunächst Gelegenheit zu einem Überblick und Austausch über die Umsetzung der Bildungsagenda 2030. Im Zentrum der diesjährigen Tagung steht das Thema Futures of Education. Sobhi Tawil, Direktor «Future of Learning and Innovation» bei der UNESCO, wird bei dieser Gelegenheit erste Ergebnisse des Weltberichts zur Initiative «Futures of Education» der UNESCO präsentieren. Bildungsfachpersonen werden im Rahmen eines Podiums über die Zukunft des Sektors in der Schweiz diskutieren.

Detailprogramm und Teilnahmelink folgen.

Wir wären Ihnen dankbar, wenn Sie diese Informationen an andere potenziell Interessierte weitergeben könnten, und freuen uns auf Ihre Teilnahme!

 

Initiative Futures of Education – Dokumente

“Visioning and Framing the Futures of Education”

Protecting and Transforming Education for Shared Futures and Common Humanity” (Individual Statements)

“Protecting and Transforming Education for Shared Futures and Common Humanity”  (Joint Statement)

Education in a post-COVID world: Nine ideas for public action

Erfahren Sie mehr über die fünf Projekte, die die Schweizerische UNESCO-Kommission ausgewählt hat, um die «Global Citizenship Education» in der Schweiz bekannter zu machen.

Global Citizenship Education (GCED), insbesondere in den non-formalen und informellen Bildungsbereichen, gehört zu den Schwerpunktthemen der Schweizerischen UNESCO-Kommission. 2019 veröffentlichte die Kommission zu diesem Thema einen Policy Brief: «Global Citizenship Education (GCED). Aktive Bürger*innenschaft durch politische Bildung mit globaler Perspektive in non-formalen und informellen Feldern».

Seither hat sie sich für die Präsentation und Verbreitung dieses Dokuments bei verschiedenen Zielgruppen eingesetzt. Das Jahr 2020, das eine neue Legislaturperiode mit der Ernennung neuer Kommissionsmitglieder markiert, ist daher eine gute Gelegenheit, das Engagement für die GCED stärker zu konkretisieren: Die Wohnbevölkerung der Schweiz, die sich durch eine grosse Vielfalt charakterisiert, soll sich auf zivilgesellschaftlicher Ebene für mehr globale Gleichberechtigung, Gerechtigkeit und Verantwortung einsetzen.

Um dieses Ziel zu erreichen und gleichzeitig den COVID-bedingten Einschränkungen Rechnung zu tragen, werden in einer ersten Phase innovative Projekte finanziert, die die Global Citizenship Education einer breiten Öffentlichkeit bekannt machen. Gefördert werden sollen Projekte im non-formalen und informellen Bildungsbereich, die sich für eine Weiterentwicklung der GCED in der Schweiz eignen.

Damit will die Schweizerische UNESCO-Kommission Folgendes erreichen:

  • die GCED fördern, die Idee dahinter verständlich erklären und das Engagement der Bevölkerung dank Projekten, die im Zusammenhang mit der Pandemie entstanden sind, stärken
  • aufzeigen, wie die GCED mit neuen Denk- und Handlungsansätzen dazu beitragen kann, mit dieser globalen Pandemie und den damit verbundenen gesundheitlichen, sozialen und wirtschaftlichen Folgen umzugehen
  • das Potenzial der non-formalen und informellen Bildung für die GCED hervorheben und die Akteure in diesen Bereichen unterstützen

Es war nicht einfach, unter den vielen interessanten Projekten mit unterschiedlichen Blickwinkeln auf das vorgegebene Thema eine Auswahl zu treffen. Ausschlaggebend für die Kommission waren schliesslich die folgenden Kriterien: Potenzial zur Verbreitung der GCED, Originalität, Relevanz, Wirksamkeit und Durchführbarkeit. Auf dieser Grundlage entschied sich die Kommission für die folgenden fünf Projekte:

  • Beacons of participation (youpa)

Die Sektion youpa des Dachverbands Schweizer Jugendparlamente trägt dazu bei, der jungen Generation eine Stimme zu geben, indem sie Jugendliche für die Politik motiviert und ihre aktive politische Teilnahme unterstützt. Beim ausgewählten Projekt geht es um ein «Speed debating» in zwei Sprachen (mit 50 Teilnehmenden zwischen 12 und 25 Jahren) zu Themen der Agenda 2030, das von Politikerinnen und Politikern und Expertinnen und Experten der verschiedenen Bereiche begleitet wird. Am Ende werden drei Ideen (beacons of participation), die während der Debatte diskutiert wurden, ausgewählt und in Form eines Flyers an ein breites junges Publikum verteilt.

Die Digitale Demokratie-Toolbox wurde geschaffen, um die breite Öffentlichkeit für die technologischen Möglichkeiten der digitalen Partizipation zu sensibilisieren (Civic Tech Tools). Dank der Finanzierung durch die Kommission kann die Idee gemeinsam mit dem Dachverband Schweizer Jugendparlamente weiterentwickelt und verfeinert werden. Die Toolbox soll dazu beitragen, die digitale politische Beteiligung der Schweizer Wohnbevölkerung unabhängig von ihrer soziodemografischen Situation zu erleichtern. Zudem soll sie einen internationalen digitalen Austausch über globale Fragen ermöglichen, die Öffentlichkeit für eine digitale Teilnahme an politischen Prozessen sensibilisieren, eine Diskussion über Technologien der Bürgerbeteiligung anstossen und das öffentliche Engagement dank E-Partizipation stärken.

Policy Kitchen ist eine Plattform, die darauf abzielt, die Bevölkerung, insbesondere traditionell ausgeschlossene Gruppen wie Patientinnen und Patienten und Jugendliche, in Diskussionen über verschiedene gesellschaftliche Themen einzubeziehen. Die Kommission hat einen Workshop der Plattform unterstützt: «My Data – My Health: Visions for the Use and Exchange of Personal Health Data in 2030». Bei diesem Projekt geht es um eine virtuelle Diskussion zwischen Bürgerinnen und Bürgern und Expertinnen und Experten, um innovative Lösungen für konkrete Herausforderungen – in diesem Fall die Digitalisierung von Patientendaten – zu finden. Die Beiträge der Teilnehmenden sind verfügbar unter: https://www.policykitchen.com/group/39/about. Die besten Ideen werden überarbeitet und danach einem breiten Publikum zugänglich gemacht.

Beim Projekt der Organisation Gute Entwicklung steht der Dialog im Zentrum. Er vermag das Gemeinschaftsgefühl, die Kreativität und die Innovationskraft einer Gruppe zu stärken. Dadurch schafft er ein gemeinsames Verständnis für ein Anliegen und bewegt Menschen zum gemeinsamen Handeln. In Zeiten von COVID-19 besteht das Ziel darin, einen Raum zum Nachdenken über wichtige Fragen zu schaffen, die während der Krise aufgetaucht sind, und gemeinsam Ideen, Ansätze und Antworten dafür zu entwickeln. Gute Entwicklung wird zu diesem Zweck in Zusammenarbeit mit der Regio Basiliensis und Alles ist Dialog eine Reihe von Bürgergesprächen organisieren: zuerst mit Einwohnerinnen und Einwohnern von Gemeinden in Grenzregionen und danach von fünf Kantonen. Schliesslich sind rund 100 Gespräche auf nationaler Ebene geplant. Die Kommission finanziert die erste Gesprächsrunde in den Grenzregionen.

Das Projekt des International Scout Centre sieht einen dreistündigen Workshop über die Ziele für nachhaltige Entwicklung der Agenda 2030 (SDG) vor. Während eines Jahres sollen über 100 Gruppen von Jugendlichen, die das Zentrum besuchen, daran teilnehmen können. Der Workshop wird so konzipiert, dass er ohne Weiteres angepasst und in anderen Kontexten durchgeführt werden kann. In diesen Workshops werden die Teilnehmenden für die SDG sensibilisiert, lernen Instrumente für ein wirksames Handeln für eine bessere Welt kennen und werden zur Mitwirkung an Projekten zur Umsetzung der SDG in ihren Gemeinden ermutigt.

 

Über die Fortschritte der fünf auserkorenen Projekte wird regelmässig auf der Website und dem Twitter-Account der Kommission berichtet.

Ausschreibung für Projekte zur Bekanntmachung von Global Citizenship Education

Die Schweizerische UNESCO-Kommission lanciert eine schweizweite Ausschreibung für Projekte zum Thema Global Citizenship Education in non-formalen und informellen Feldern mit Bezug zur Corona-Thematik.

Covid-19 stellt ganz besondere Fragen an GCED, Fragen etwa in den Bereichen (Un-)Gleichheit, Gender, Demokratie, Umwelt, Rassismus, Nationalismus, gesellschaftliche Werte, usw. Aspekte also, die auch in der Agenda 2030 formuliert sind. Deshalb sucht die Schweizerische UNESCO-Kommission Pionierprojekte, die, bezogen auf die Coronakrise, Zukunftsperspektiven aufzeigen für eine lebendige GCED sowie für deren Weiterentwicklung.

Projektausschreibung

Die Eingabefrist für Projekte endet am 30. Juni 2020.

Wir freuen uns auf Ihre kreativen Projektideen!

“Futures of Education” – Werden Sie Teil der globalen Initiative

 

Die UNESCO unterstützt Länder in ihren Bemühungen, die unmittelbaren Auswirkungen von Schulschliessungen aufgrund der COVID-19-Pandemie zu mildern. Sie führt unter anderem seit Kurzem ein weltweites Monitoring der Schulschliessungen, um die Arbeiten der Globalen Koalition für Bildung zu leiten (#LearningNeverStops).

Über die unmittelbare Reaktion hinaus, bietet diese Krise auch eine Gelegenheit, die Zukunft der Bildung neu zu überdenken. Denn: Wissen und Lernen gehören zu den wichtigsten Ressourcen der Menschheit, um auf Herausforderungen zu reagieren und neue Alternativen zu finden.

In diesem Zusammenhang ermutigt Sie die Schweizerische UNESCO-Kommission, sich an der neuen UNESCO-Initiative «Futures of Education» zu beteiligen. Die Resultate der Initiative werden die Erarbeitung eines neuen Weltbildungsberichts prägen, welcher nächstes Jahr – und somit 25 Jahre nach Erscheinen des Delors-Berichts “Learning: The Treasure within”, veröffentlicht werden soll.